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Jeder kann Erste Hilfe leisten

11-30-2-regel-wenn-beatmung-trainiertJeder kann Erste Hilfe leisten!

Wenn das Herz plötzlich still steht, dann muss alles ganz schnell gehen. Wie man Betroffenen in dieser Ausnahmesituation mit Erster Hilfe helfen und damit Leben retten kann, erklärt Notfallmediziner Dr. Gerald Pöschl im Interview.

Warum ist Erste Hilfe so wichtig?
Es geht darum, Menschen zu helfen. Der Herztod ist die häufigste Todesursache, bei der Laien zu Hilfe kommen und die menschliche Verantwortung wahrnehmen können. Mit einfachen Maßnahmen kann man den Übergang zum biologischen Tod abwenden. Jeder kann Erste Hilfe leisten!

Welche Reanimationsmaßnahmen können Ersthelfer setzen?
Der Defibrillator ist seit mehr als zehn Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der Reanimation. Das European Resuscitation Council hat in seinen Richtlinien, den Defibrillator neben der Herzdruckmassage als wichtigstes Mittel zur Abwendung des biologischen Todes festgeschrieben. Der Laien-Defibrillator ist ein Gerät, das möglichst früh eingesetzt werden sollte. Ganz wichtig ist, dass durch den Einsatz dieses Geräts im Endeffekt nichts Falsches passieren kann. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes darauf programmiert zu erkennen, wann der eigene Einsatz notwendig ist.

Wo findet man im Notfall einen Defibrillator?
Zum Einen kann man sich z.B. auf www.definetzwerk.at orientieren, wo ein Defibrillator zur Verfügung steht und es einen öffentlichen Zugang gibt. In Österreich ist es ein Bestreben der Bundesregierung, dass jedes Amtsgebäude mit einem Defibrillator ausgestattet ist. Es ist ganz wichtig, dass dies ebenso wie private Initiativen, wie etwa Apotheken und Tankstellen, flächendeckend ausgebaut werden, damit im Notfall wirklich in kürzester Zeit ein Defibrillator zur Verfügung steht.

Wie geht man mit einem Defibrillator um?
Es ist ein sehr einfaches Gerät. Man muss sagen, dass sich sowohl Ersthelfer als auch Patient in einer Ausnahmesituation befinden. Für den Ersthelfer ist das ein extremer Stress und ein Gerät, das mit Piktogrammen und Sprachanweisungen in diesem Reanimationsprozess unterstützt, ist sehr hilfreich. Wichtig ist, dass die Elektroden möglichst früh angelegt werden, da der Defibrillator nach dem Einschalten den Herzrhythmus selbständig analysieren kann. Er gibt dem Ersthelfer dann eine Rückmeldung, ob ein Schock mittels eines Knopfdrucks abzugeben ist, oder nicht.

Das heißt, man kann eigentlich nichts falsch machen?
Genau! Insbesondere dann nicht, wenn mir der Defibrillator während der Reanimation ein Feedback gibt, etwa die Herzdruckfrequenz zu erhöhen oder zu erniedrigen. Defibrillatoren mit CPR-Advisor Funktion, einem System, das den Helfer nicht nur durch die Schockabgabe führt, sondern während der gesamten Reanimation unterstützt sind das Non-Plus-Ultra, um dem Ersthelfer im Stress Anweisungen aber auch positives Feedback zu geben.

Dennoch haben Viele Angst vor dem ersten Schritt. Wie können Ersthelfer diese Angst verlieren?
Wie schon mein ehemaliger klinischer Lehrer sagte: Die Alternative zur unterlassenen Hilfeleistung ist der Tod! Das klingt jetzt heftig und plakativ, aber als Ersthelfer kann man nur gewinnen. Es gibt aber ganz einfache Einstiegskriterien, wenn der Patient nicht ansprechbar ist und nicht normal atmet. Ist das der Fall, dann geht es los: Defibrillator holen (lassen), anlegen und Herz-Lungen-Wiederbelebung nach den ERC-Richtlinien durchführen. Diese Maßnahmen muss man schnell und relativ koordiniert setzen. In diesem Fall hilft mir der Defibrillator mit Sprachanweisungen und sagt was zu tun ist. Der erste Schritt ist der wichtigste, in dem man sich klar macht, dass man wirklich helfen kann. Für all jene, deren Erste-Hilfe-Kurs schon länger zurückliegt, gibt es außerdem ein breites Angebot an Auffrischungskursen. Und die Maßnahmen zur Rettung werden immer einfacher

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