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Defibrillator – jeder kann Leben retten!

Defibrillator oder kurz Defi, auch AED oder PAD

image007Viele werden sich die Frage stellen: Was ist ein Defi? Wie funktioniert ein AED, darf ich ein solches Gerät anwenden und vor allem: Warum brauche ich einen Defibrillator?

Auf dieser Seite finden Sie interessante Informationen zum Thema Defibrillator im Allgemeinen und über Laiendefibrillatoren, auch automatische bzw. automatisierte externe Defibrillatoren genannt, im Besonderen.

Was ist ein Defi?

Ein Defibrillator ist ein Gerät, welches in der Lage ist, mittels eines kontrollierten elektrischen Schocks Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder Kammerflattern zu beenden und wieder einen normalen Sinusrhythmus herzustellen.

Am einfachsten lässt sich das so beschreiben:

Man stelle sich eine antike Galeere vor, auf der ein Trommelsklave (Sinusknoten) den ecg-trace-with-shockRudersklaven (HIS-Bündel, Herzmuskelzellen) den Takt vorgibt, um das Schiff in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Bricht in dieser Situation auf Grund einer unmittelbaren Gefahr Panik unter den Rudersklaven aus, ist kein effizientes Rudern und damit keine Fortbewegung möglich. Der Trommelsklave kann trommeln so viel er will, keiner wird dem Takt Beachtung schenken. Nur eine Gewaltmaßnahme kann wieder Ordnung ins Chaos bringen. Übertragen auf die Situation beim Kammerflimmern lässt sich dies so beschreiben: Die einzelnen Herzmuskelzellen arbeiten nicht im geregelten Takt sondern chaotisch. Dadurch ist das Herz nicht mehr in der Lage, Blut durch den Körper zu pumpen. Die unmittelbare Folge ist der Tod. Denn mit jeder Minute, in der keine Erste Hilfe Maßnahmen stattfinden, sinkt die Wahrscheinlichkeit zu überleben um rund 10%. Genau hier kommt der Defibrillator ins Spiel: die Therapie zur Behandlung eines Kammerflimmerns ist das geregelte Zuführen des Medikamentes STROM durch einen Defibrillator. Diese Maßnahme kann jeder Mensche, der einen automatisierten oder automatischen Defibrillator zur Verfügung hat, durchführen.

Wie funktioniert ein Defi?

Defibrillatoren, die zur Anwendung durch Laien, also Ersthelfer und Ersthelferinnen

Die Steuerungselektronik „organisiert“ gemeinsam mit der Software die Funktionen des Gerätes. Bei allen AED9-erste-hilfe-aed-schock-abgeben Geräten, die für die Anwendung durch Laien entwickelt wurden, wird auch der Herzrhythmus analysiert. Damit erkennt das Gerät, ob ein Schock erforderlich ist oder nicht. Diese wichtige Funktion macht die Anwendung auch für Laien möglich und vor allem sicher. Bei Geräten, die von professionellen Helfern verwendet werden, kann der Schock auch manuell ausgelöst werden.

Die meisten Geräte werden durch Akkumulatoren oder Batterien betrieben.

Entsprechend der in der Software eingestellten Parameter werden, wenn erforderlich, die Kondensatoren mit der notwendigen Menge Strom geladen. Diese wird durch Drücken der Schocktaste über die Defibrillationselektroden, welche am Brustkorb des Patienten angebracht werden, an diesen abgegeben.

Wer darf einen Defibrillator anwenden?

Jeder darf und soll einen halbautomatischen Defibrillator anwenden. Bereits Ende 2001   wurde dies vom Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen festgestellt: „Die Verwendung eines halbautomatischen Defibrillators in einer Notsituation durch Laien […] als rechtlich zulässig und unproblematisch zu qualifizieren.“ Österreich war damit eines der ersten Länder, die die Anwendung eines halbautomatischen Defibrillators auch für Laien ermöglicht hat.

Da neben der Anwendung eines Defibrillators auch weitere Erste-Hilfe Maßnahmen notwendig sind, ist es wichtig, dass man auch lernt, wie Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert.

Warum brauche ich einen Defibrillator?

In bis zu 85 %  der Fälle eines plötzlichen Herztodes liegt zu Beginn ein sogenanntes Kammerflimmern oder eine ventrikuläre Tachykardie vor.  Nur ein Schock, der von einem Defibrillator abgegeben wird, kann das Herz wieder in einen normalen Rhythmus bringen.

Dabei spielt der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle. In den ERC Leitlinien wird beschrieben, dass eine Reanimation mit einem Defibrillator innerhalb der ersten 3-5 Minuten die Überlebenswahrscheinlichkeit bei 50%-70% liegt. Je mehr Zeit vergeht, desto eher verschlechtert sich der Herzrhythmus zu einer Asystolie (

6-erste-hilfe-herzdruckmassage

am EKG

als gerade Linie zu sehen). In diesem Fall ist eine erfolgreiche Reanimation unwahrscheinlich.

Wie funktioniert eine Reanimation

Tritt ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand auf, zählt jede Sekunde. Denn in jeder Minute, in der nicht geholfen wird, sinkt die Überlebenschance um rund 10%. Nur der rasche Einsatz eines Defibrillators und der sofortige Beginn der Herz-Lungen-Wiederbelebung geben dem Patienten die besten Chancen, diesen Vorfall zu überleben.

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